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Übersetzungsprojekt

Septuaginta

Die Septuaginta war die erste Übersetzung des hebräischen Alten Testaments ins Griechische.  Mehr als zweihundert Jahre vor Jesu Geburt wurde mit ihr begonnen.  Sie wurde aus einem Text des hebräischen Alten Testaments übersetzt, der älter ist als der Masoretische Text, aus welchem heute das Alte Testament meist übersetzt wird.  Das ist bedauerlich, denn die Apostel hatten Zugang sowohl zur Septuaginta als auch zu dem vor-Masoretischen Text, der in ihren Tagen ja noch vorhanden war.  Doch sie zitierten lieber aus der Septuaginta als aus dem vor-Masoretischen Text.

Es ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass viele Stellen des Alten Testaments, die im Neuen Testament zitiert werden, nicht genau den gleichen Wortlaut im Neuen Testament haben wie im Alten.  Aber wenn Sie die Septuaginta als Altes Testament hätten, würden die Stellen doch gleich lauten.

Schauen Sie sich zum Beispiel die Stelle aus den Psalmen an, die im Hebräerbrief zitiert wird:  "Darum spricht er, als er in die Welt kommt:  'Schlachtopfer und Gaben hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet;'" (Heb 10,5-6)  Paulus zitiert an dieser Stelle aus Psalm 40,7.  Wenn Sie aber Psalm 40,7 in Ihrer Bibel nachschlagen, werden Sie feststellen, dass es dort so lautet:  "An Schlacht- und Speisopfern hattest du kein Gefallen, Ohren hast du mir gegraben;"  Aber so hat der Schreiber des Hebräerbriefes den Vers wohl nicht zitiert, oder?

Unser Altes Testament sagt nichts in dem Psalm über "einen Leib aber hast du mir bereitet."  Gehört das etwa nicht zur Schrift?  Solche Abweichungen zwischen der Septuaginta und dem Masoretischen Text sind ziemlich zahlreich.  Einer der Grundsätze der christlichen Lehre ist sogar von einem dieser Unterschiede abhängig.  Wir alle kennen das Zitat im Matthäusevangelium aus Jesaja 7,14:  "Dies alles geschah aber, damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht:  'Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen'" (Matt 1,22-23).  Ich wusste jedoch bis vor kurzem nicht, dass der hebräische Masoretische Text nicht lautet "die Jungfrau wird schwanger sein", sondern "die junge Frau wird schwanger sein."  Kein Wunder, dass die Apostel und ihre Jünger die Septuaginta dem Masoretischen Text vorzogen.

Wenn Sie Jesaja 7,14 in Ihrem Alten Testament nachschauen, werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass dort "Jungfrau" statt "junge Frau" steht.  Das kommt daher, dass die Übersetzer den Masoretischen Text etwas zurechtgebogen haben, um ihn mit dem Grundsatz der christlichen Lehre über die Jungfrauengeburt in Einklang zu bringen.  Doch wie ehrlich ist das?  Dürfen wir die Septuaginta ignorieren und sie als "eine Übersetzung voller Fehler" abtun, aber jedes Mal, wenn ein christlicher Grundsatz auf einem dieser "Fehler" beruht, umschwenken und uns diesen Teil ausborgen?  Suchen wir wirklich die Wahrheit, wenn wir so etwas tun?

Ist die Septuaginta voller Fehler?

Im Mittelalter, und sogar viele Jahrhunderte danach, dachten westliche Christen irrtümlicherweise, dass die Septuaginta einfach eine schlampige Übersetzung des hebräischen Textes sei.  Viele Christen denken heute noch so.  Aber im 19. Jahrhundert begannen etliche Fachleute zu fragen, ob der Grund für die Abweichungen zwischen der Septuaginta und dem Masoretischen Text vielleicht nicht darin liegt, dass die Übersetzer der Septuaginta einen früheren hebräischen Text benutzt haben, der anders als der spätere Masoretische Text war.

Im Jahr 1947, während die Fachleute noch über diese Dinge spekulierten, fand ein arabischer Hirte zufällig einige alte jüdische Schriftrollen nahe der Siedlung Qumran in Palästina.  Diese Schriftrollen - zusammen mit zahlreichen anderen, die später in der Nähe noch gefunden wurden - sind seither als die "Qumran-Rollen" bekannt geworden.  Die unter diesen Schriftrollen gefundenen Texte des Alten Testaments sind Jahrhunderte älter als alle bisher bekannten alttestamentlichen Handschriften.  Zwei Handschriften von Jesaja waren unter den ersten, die untersucht wurden.  Die allerersten Berichte verkündeten, dass jene Handschriften mit dem heutigen Masoretischen Text praktisch identisch waren.  Evangelikale Christen waren schnell, diese ersten Berichte zu verbreiten. 

Eine spätere, sorgfältigere Untersuchung der Jesaja-Rollen jedoch - verbunden mit der Entdeckung weiterer Qumran-Rollen für andere Bücher des Alten Testaments - ergab, dass die ursprünglichen Berichte zu voreilig waren.  Statt den Masoretischen Text als den ursprünglichen hebräischen Text zu bestätigen, haben tausende Qumran-Textfragmente gezeigt, dass auf jeden Fall mehrere verschiedene alttestamentliche Textarten in den Jahrhunderten vor Christus in Umlauf waren.  Der Masoretische Text ist lediglich eine von diesen Textarten.  Leider hatten es die Evangelikalen nicht so eilig, ihre ersten, vorschnellen Berichte zurückzunehmen.

Doch was viel wichtiger ist; jene Handschriften haben bestätigt, dass es frühe hebräische Handschriften gab, die im Wortlaut mit der Septuaginta größtenteils übereinstimmen.  Also war die Septuaginta keine schlampige Übersetzung des Masoretischen Textes.  Vielmehr ist sie scheinbar eine ziemlich zuverlässige Übersetzung eines anderen Textes - eines, der möglicherweise älter ist als der Prototyp des Masoretischen Textes.  Aber ich möchte wiederum betonen, dass die Unterschiede zwischen diesen Textarten für jegliche wichtigen geistlichen Wahrheiten ohne Bedeutung sind.  Sie betreffen hauptsächlich den Wortlaut der verschiedenen alttestamentlichen Stellen.

Der Wert der Septuaginta

Heute erkennen immer mehr Bibel-Fachleute den großen Wert der Septuaginta und ihr einmaliges Verhältnis zum Neuen Testament an.  Der Gelehrte George Howard schreibt zum Beispiel:

Wenn die Schreiber des NT [Neues Testament] von dem säkularen Griechisch beeinflusst waren, so waren sie es noch mehr von der LXX [Septuaginta].  Getrennt von der LXX wäre das NT für den damaligen Leser fast unverständlich, laut B. Atkinson. ...  Auf jeden Fall hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Hochachtung für den Einfluss, den die LXX auf das Denken des NT ausgeübt hat, entwickelt, und aus dem Bereich der Forschung an der LXX gehen immer noch Beiträge ein.  Daher wird die Frage, welche Quelle für den Wortlaut des NT wichtiger ist - die griechische oder die hebräische - wohl im Rahmen der LXX gelöst werden.

Dr. Sven Soderlund von Regent College schreibt:

Die LXX war die Bibel der meisten Schreiber des NT.  Sie entnahmen nicht nur die meisten ihrer wörtlichen Zitate des Alten Testaments der LXX, sondern ihre Schriften - insbesondere die Evangelien, und darunter vor allem Lukas - enthalten zahlreiche Erinnerungen an die Sprache der LXX.  Die theologischen Begriffe des NT, wie z.B. "Gesetz", "Gerechtigkeit", "Barmherzigkeit", "Wahrheit", "Sühnung", sind alle direkt aus der LXX übernommen und müssen im Lichte ihrer Verwendung in derselben verstanden werden.

Andere Fachleute des Alten Testaments haben ähnliche Ansichten vertreten.   Copyright Scroll Publishing Co. 2004.

 
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Um mehr über die Septuaginta zu erfahren, klicken Sie hier. Diese fest eingebundene englische Übersetzung der Septuaginta ist von L. Brenton, der die Sprache der King-James-Bibel verwendete - damit sie den Lesern der King-James-Übersetzung vertraut vorkommt.  Sie enthält die als "Apokryphen" bekannten Bücher, die Bestandteil der Septuaginta waren.


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(in englischer Sprache)

Anzahl: 

Anmerkung des Übersetzers:  Seit November 2007 steht eine deutsche Übersetzung der Septuaginta zur Verfügung.  Ihre Publikation erfolgt durch die Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.  Sie entstand in Zusammenarbeit zahlreicher Vertreter verschiedener fachlicher Disziplinen, wie des Alten und Neuen Testaments, der Judaistik, der Altphilologie, der Patristik und der Übersetzungswissenschaft.  Fragen Sie in Ihrer Buchhandlung danach!