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HERZLICH WILLKOMMEN

Der Zweck unserer Website besteht darin, Ihnen den dynamischen, lebendigen Glauben der frühen Christen vorzustellen. Dies ist ein Posaunenruf an alle Christen, zu jener reinen, vitalen, einfachen Botschaft des Evangeliums zurückzukehren, die die ursprüngliche Christenheit direkt von den Aposteln empfangen hatte. Die Gemeinde der Antike lebte durch sie, und sagte sie all jenen weiter, die sie hören wollten. Und auf diese Weise haben sie "die Welt auf den Kopf gestellt." (Apg 17,6) Schauen Sie doch in unserer Website nach und sehen Sie selber, warum der frühchristliche Glaube auch für uns heute so relevant ist.

WIE SAH DAS FRÜHE CHRISTENTUM AUS?

Comprehensive History of the Early Church * Photo of a Biblical ScholarDie drei unterscheidenden Merkmale der frühen Gemeinde waren: Absonderung von der Welt, bedingungslose Liebe und ein kindlicher Gehorsam gegen die Lehren Jesu Christi.

ABSONDERUNG VON DER WELT

"Niemand kann zwei Herren dienen," erklärte Jesus Seinen Jüngern (Matt 6,24). Allerdings, die Christen haben einen Großteil der vergangenen zwei Jahrtausende scheinbar in dem Versuch zugebracht, zu beweisen, dass Jesus Unrecht hatte. Wir haben uns selber eingeredet, dass wir in der Tat beides haben können - die Dinge Gottes und die Dinge dieser Welt. Viele von uns leben ihr Leben nicht anders als es konservative Nichtchristen tun, ausgenommen die Tatsache, dass wir regelmäßig jede Woche die Gemeinde besuchen. Wir schauen uns die gleiche Unterhaltung an. Wir teilen die gleichen Sorgen um die Probleme dieser Welt. Und oft sind wir genauso verwickelt in die kommerziellen und materialistischen Bestrebungen dieser Welt. Nicht selten besteht unsere Behauptung, "nicht von dieser Welt" zu sein, mehr in der Theorie als in der Praxis.

Aber die Gemeinde war ursprünglich nicht so. Die ersten Christen lebten unter einer Reihe von Prinzipien und Werten, die vollkommen anders waren als die der übrigen Menschheit. Sie lehnten die Unterhaltung der Welt, ihre Ehren und ihren Reichtum ab. Sie waren bereits Bürger eines anderen Reiches, und sie hörten auf die Stimme eines anderen Meisters. Dies traf genauso für die Gemeinde des zweiten Jahrhunderts zu wie für die des ersten Jahrhunderts.

Der Brief an Diognet, das Werk eines unbekannten Autors, geschrieben um 130, beschreibt für die Römer die Christen wie folgt: "Sie wohnen in den eigenen Ländern wie Fremde... Sie sind im Fleisch, aber sie leben nicht nach dem Fleisch. Sie verbringen ihre Tage auf Erden, aber sie sind Bürger des Himmels. Sie gehorchen den vorgegebenen Gesetzen, und gleichzeitig übertreffen sie die Gesetze durch ihr Leben. Sie lieben alle Menschen, doch werden sie von allen verfolgt. Sie sind unbekannt und verurteilt. Sie werden getötet, dennoch zum Leben wiederhergestellt. Sie sind arm, doch machen sie viele reich. Sie besitzen wenig, jedoch haben sie in allem Überfluss. Sie werden verunehrt, aber gerade in ihrer Unehre werden sie verherrlicht... Und die sie hassen sind unfähig, irgendeinen Grund für ihren Hass anzugeben."

Weil die Erde nicht ihr Zuhause war, konnten die frühen Christen ohne Vorbehalt mit Paulus sagen, "das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn" (Phil 1,21). Justin der Märtyrer erklärte den Römern, "Da unsere Gedanken nicht auf das Gegenwärtige gerichtet sind, kümmert es uns nicht, wenn die Menschen uns töten. Der Tod ist eine Schuldigkeit, die wir sowieso alle zahlen müssen."

Ein Ältester aus dem zweiten Jahrhundert ermahnte seine Gemeinde, "Brüder, lasst uns unseren Aufenthalt in dieser jetzigen Welt willig drangeben, damit wir den Willen dessen tun können, der uns berufen hat. Und lasst uns nicht fürchten, von dieser Welt zu scheiden... indem wir die Dinge dieser Welt als nicht uns gehörend betrachten, und unser Verlangen nicht auf sie setzen... Der Herr spricht, 'Kein Diener kann zwei Herren dienen.' Wenn wir also sowohl Gott als auch dem Geld dienen wollen, wird das für uns nutzlos sein. 'Denn was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und sein Leben einzubüßen?' Diese Welt und die nächste sind zwei Feinde... Wir können daher nicht Freunde von beiden sein."

Cyprian, der geachtete Aufseher der Gemeinde zu Karthago, betonte ein ähnliches Thema in einem Brief, den er einem seiner christlichen Freunde schrieb: "Der einzige friedvolle und zuverlässige Ruheplatz, die einzige solide, beständige und sich nie verändernde Sicherheit ist dieses: dass ein Mensch sich von den Ablenkungen dieser Welt zurückziehe, sich im festen Boden des Heils verankere, und seine Augen von der Erde zum Himmel emporhebe... Wer eigentlich größer ist als die Welt kann nichts begehren, nichts wünschen, was von dieser Welt ist. Wie stabil, wie unerschütterlich ist dieses Bollwerk, wie himmlisch ist der Schutz in seinen nie endenden Segnungen - von den Schlingen dieser verstrickenden Welt frei zu sein, von dem Dreck dieser Erde gereinigt zu sein, und für das Licht der ewigen Unsterblichkeit geeignet gemacht zu werden."

Die gleichen Themen ziehen sich durch alle Schriften der frühen Christen hindurch, von Europa bis Nordafrika: wir können nicht sowohl Christus als auch die Welt haben.

Damit wir nicht denken, dass die frühen Christen einen Lebensstil beschrieben haben, den sie selber nicht tatsächlich praktizierten, haben wir auch das Zeugnis der Römer selber. Ein heidnischer Gegner der Christen schrieb:

Sie verachten die Tempel als Häuser der Toten. Sie lehnen die Götter ab. Sie lachen über geweihte Dinge. Selbst Elende, bemitleiden sie unsere Priester. Selbst halb nackt, verachten sie Ehren und purpurne Gewänder. Welch unglaubliche Unverschämtheit und Torheit! Sie fürchten sich nicht vor jetzigen Strafen, aber sie fürchten sich vor solchen, die ungewiss und zukünftig sind. Während sie sich nicht davor fürchten, in der Gegenwart zu sterben, fürchten sie das Sterben nach dem Tod...

Wenigstens sollt ihr aus eurer gegenwärtigen Lage lernen, o ihr elendes Volk, was euch eigentlich nach dem Tod erwartet. Schaut, viele von euch - ja, nach euren eigenen Angaben sogar die meisten von euch - leiden Mangel, Kälte, Hunger, und müssen schwer arbeiten. Doch euer Gott lässt es zu. Er ist entweder unwillig oder unfähig, seinem Volk zu helfen. Also ist er entweder schwach oder ungerecht... Merkt auf! Für euch gibt es Drohungen, Strafen, Folterungen und Kreuze... Wo ist der Gott, der euch angeblich hilft, wenn ihr von den Toten zurückkommt? Er kann euch nicht einmal in diesem Leben helfen! Sind es nicht die Römer, die, ohne jegliche Hilfe von eurem Gott, die ganze Welt regieren, beherrschen und geniessen, die selbst die Herrschaft über euch ausüben?

In der Gegenwart lebt ihr in Ungewissheit und Angst, ihr enthaltet euch von anständigen Vergnügungen. Ihr besucht die Sportveranstaltungen nicht. Ihr habt kein Interesse an der öffentlichen Unterhaltung. Ihr lehnt die öffentlichen Festmahle ab, und verabscheut die geweihten Spiele... Auf diese Weise, elend wie ihr seid, werdet ihr weder aus den Toten auferstehen, noch das Leben in der Gegenwart geniessen. Also, wenn ihr irgendwelche Weisheit oder irgendeinen gesunden Menschenverstand habt, dann hört auf, nach den Himmeln zu forschen, und nach den Schicksalen und Geheimnissen der Welt... Menschen, die nicht imstande sind, zivile Angelegenheiten zu verstehen, sind gewiss nicht in der Lage, über göttliche Dinge zu diskutieren.

Als ich zum ersten Mal die Kritik der Römer las, die sie gegen die Christen vorbrachten, wurde mir schmerzlich bewusst, dass niemand den Christen heute mit diesen gleichen Anklagen Vorwürfe machen würde. Wir werden nicht dafür kritisiert, dass wir so völlig in ein himmlisches Reich vertieft sind, dass wir die Dinge, die die Welt anzubieten hat, ignorieren. Vielmehr wird den Christen heute genau das Gegenteil vorgeworfen - geldgierig zu sein und heuchlerisch bezüglich der Hingabe an Gott.

 


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