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Übersetzungsprojekt

Klemens von Alexandria, Lehrer der Weisheit

(ca. 150-210 n. Chr.)

In jedem Zeitalter der Menschheit hat es Wahrheitssuchende gegeben.  Im zweiten Jahrhundert war Titus Flavius Klemens ein solcher - er ist heute besser als Klemens von Alexandria bekannt.  Obwohl als Kind heidnischer Eltern geboren, erkannte Klemens, dass es einen tieferen Sinn des Lebens geben muss als das weltliche Streben nach materiellem Reichtum und sinnlichen Vergnügungen.  Er hatte von Menschen gehört, die den gewöhnlichen Beschäftigungen des Lebens abgesagt hatten, um nach Wahrheit zu suchen.  Diese Menschen wurden Philosophen genannt, was 'die, die Wahrheit lieben' bedeutet.

Also studierte Klemens die Werke all der großen Philosophen, die vor ihm gelebt hatten, einschließlich der Schriften von Denkern aus solch fernen Ländern wie Persien.  Aus dem Studium der Werke dieser Männer erfuhr Klemens, dass es einen wahren Gott gab, der über all den Göttern und Göttinnen stand, die von den Menschen seiner Zeit verehrt wurden.  Er hat auch erfahren, dass es einen noch zufrieden stellenderen Lebensweg gab als den, nach dem die meisten Menschen suchten.

Durch die Jahre des Studiums wurde Klemens einer der gelehrtesten Männer seiner Zeit.  Doch spürte er, dass die Philosophen lediglich an der Tür der Wahrheit angeklopft hatten - dass es noch größere Wahrheit gab, die sie noch nie entdeckt hatten.  Als er schließlich das Evangelium von Jesus Christus hörte, wusste er, das war die große Wahrheit, die er sein Leben lang gesucht hatte.

Nach seiner Bekehrung reiste Klemens durch die antike Welt, um das Christentum aus erster Hand von den geachtetsten Lehrern seiner Zeit zu lernen - von Männern, die durch Taten, nicht nur durch Worte, lehrten.  Klemens ließ sich schließlich in Alexandria, Ägypten, nieder, wo er in leitender Stellung diente.  In Anerkennung der Lehrgabe des Klemens, setzte ihn die Gemeinde in Alexandria als Lehrer für neubekehrte Christen ein.

Klemens und die Philosophie.  Klemens glaubte fest, dass der Autor aller Wahrheit Gott ist.  Er glaubte auch, dass Gott Samenkörner der Wahrheit unter allen Völkern der Menschheit ausgestreut hat.  Deshalb, anders als die meisten Christen seiner Zeit, hatte Klemens keine Schwierigkeiten damit, Stücke aus der Poesie oder Auszüge aus der Weisheit von säkularen Dichtern, Schreibern oder Philosophen zu zitieren.  Doch es ist ein Fehler zu denken, dass Klemens seine christlichen Überzeugungen aus diesen Quellen gebildet hätte.  Er selbst hat die griechische Philosophie als "einen schwachen Funken, der zu einer Flamme entfacht werden könnte, eine Spur von Weisheit" bezeichnet.  Weiter hat er festgestellt, dass sie "der Kraft, um die Gebote des Herrn auszuführen, entbehrt."  Letzten Endes war Klemens ein Mann der Bibel.  Seine Überzeugungen kamen aus der Schrift und aus den mündlichen Überlieferungen, die von den Aposteln stammten - nicht aus der Philosophie.

Durch sein gesprochenes und geschriebenes Wort - und durch seinen gottesfürchtigen Lebensstil - hat Klemens hunderte von Christen in die Jüngerschaft geführt.  Er leitete sie in ein Leben der uneingeschränkten Liebe zu Gott und den Mitmenschen - wie man in den Fußstapfen des Herrn Jesus folgt.  Unter seinen bekanntesten Schülern war Origenes, der der führende christliche Lehrer im dritten Jahrhundert war, und Alexander, der zum Aufseher oder Bischof der Gemeinde in Jerusalem wurde.

Nach dem Tod des Klemens haben seine Schriften Männer und Frauen Gottes durch die Jahrhunderte hindurch weiterhin unterwiesen und inspiriert.  Der Geschichtsschreiber der Gemeinde im fünften Jahrhundert, Theodoret, schrieb über Klemens:  "Er übertraf alle andere, und er war ein heiliger Mann."  Jerome sagte, dass er "der gelehrteste aller aus der Antike" war.  Selbst John Wesley war von den Werken des Klemens beeinflusst.  Ein Gelehrter jüngerer Zeit schrieb über ihn, "Er war äußerst belesen - es gibt mehr als 700 Zitate aus über 300 Autoren in seinen Werken...  Er war sanft und rücksichtsvoll gegenüber allen Menschen, und hatte ein besonderes Verständnis für Frauen und Kinder."

Die Werke des Klemens.  Die drei Hauptwerke des Klemens sind:  Mahnrede an die Heiden, welches sowohl auf die wertvollen Elemente der griechischen Philosophie als auch auf ihre Unzulänglichkeiten hinweist; Paidagogos (dt., der Erzieher), eine Einführung in christliche Moral; und Stromata oder 'die Teppiche', welches ein tiefer gehendes Christentum aufzeigt.

Dieses letzte Werk, 'die Teppiche', ist das umfangreichste von Klemens.  Es ist eine lose Zusammenstellung seiner Gedanken zu einer Vielzahl von Themen, sowohl geistlicher als auch wissenschaftlicher Art.  Ein Gelehrter brachte es so zum Ausdruck; "Glücklicherweise hatte Klemens die Eigenart, selten bei einem Thema zu bleiben.  Kaum kommt der kleinste Hase in der Landschaft in Sicht, rennt Klemens sofort hinterher."

Klemens schrieb 'die Teppiche' um 190 n. Chr.  Zu der Zeit hatte der Gnostizismus als größte Irrlehre die Gemeinde konfrontiert.  Die Gnostiker behaupteten, eine spezielle Erkenntnis (Gr. gnosis) Gottes zu haben, entweder durch besondere Offenbarung oder durch ein von den Aposteln überliefertes Geheimwissen.  Unter anderem lehrten sie, dass der Gott des Alten Testaments eine andere Person sei als der Gott des Neuen Testaments.  Sie haben auch gelehrt, dass der Sohn Gottes nie wirklich Mensch wurde (2 Joh 7-11).  In 'die Teppiche' wies Klemens ihre Behauptungen zurück, indem er den Lebensstil und das Gebetsleben eines Menschen beschrieb, der Gott wirklich erkennt (d.h., eines wahren "Gnostikers").  Er argumentierte, dass diejenigen, die die Heilige Schrift verleugnen oder verdrehen, eigentlich keine "Gnostiker" sind, denn sie sind in Wahrheit noch nicht zur Erkenntnis Gottes gelangt.

Ein weiteres Werk des Klemens ist Who is the Rich Man, who Shall be Saved? (dt., Welcher Reiche wird gerettet werden?)  Dieses kurze Werk ist das gewandteste und am leichtesten lesbare von allen Werken des Klemens.  Darin geht Klemens Satz für Satz auf die Worte Jesu an den reichen Jüngling ein, wie es in Mk 10, 17-31 überliefert wird.  Er argumentiert mit erfrischenden Einblicken, dass die Worte Jesu an einen jeden von uns adressiert sind, unabhängig davon, wie viel Reichtum wir besitzen.

Klemens ist zugegebenermaßen nicht immer leicht zu lesen.  Aus diesem Grunde veröffentlichen wir eine Übersetzung von Auszügen aus 'die Teppiche', samt dem Heft Who is the Rich Man, who Shall be Saved? in fließendem, leicht lesbarem, heutigem Englisch.  Wir haben es The One who Knows God (dt., Wer Gott wirklich erkennt) betitelt, in Anlehnung an eines der Themen in 'die Teppiche'.

1Robert Payne, The Holy Fire (New York: Harper & Rowe, 1957), p. 27. 2Clement, Miscellanies bk. 1, chap. 17. 3Ibid., chap. 16. 4Alexander Roberts and James Donaldson, "Introductory Note To Clement of Alexandria," in The Ante-Nicene Fathers, 10 vols. (Grand Rapids: Wm. B. Eerdmans Publishing Company, 1983), 2:166.
5Ibid. 6Payne, p. 25.


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