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Übersetzungsprojekt

Leonard Ravenhill

von David Bercot

Leonard Ravenhill war einer der hervorragendsten Straßen-Evangelisten im Großbritannien des 20. Jahrhunderts.  Gott gebrauchte ihn, um Tausende von Menschen im ganzen Land zu Christus zu bringen.  Anders als es bei vielen heutigen Evangelisten der Fall ist, hatten die Bekehrungen durch den Dienst von Leonard meist Bestand.  Das kam dadurch, dass er das von ihm gepredigte Evangelium nicht verwässerte.  Im späteren Leben zog Leonard mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten, wo er bei Bethany House Publishers (dt., Bethany-Haus Verlag) arbeitete.  In den 80'er Jahren zog die Familie Ravenhill in ein Haus nahe Lindale im Bundesstaat Texas, nicht weit von Last Days Ministries (dt. etwa, Dienst in den letzten Tagen).  Leonard unterrichtete regelmäßig bei Last Days Ministries, und er war Mentor des verstorbenen Keith Green.

A. W. Tozer, ein Freund von Leonard, schrieb Folgendes über ihn:
"Solchen Menschen gegenüber steht die Gemeinde tiefer in der Schuld als sie es je zahlen kann.  Sonderbar daran ist, dass sie selten versucht, ihm diese zu seinen Lebzeiten zurückzuerstatten.  Erst die nachfolgende Generation baut ihm ein Denkmal und schreibt seine Biographie - als ob sie instinktiv und schuldbewusst versucht, eine Verpflichtung zu erfüllen, die die vorhergehende Generation größtenteils ignorierte.

Diejenigen, die Leonard Ravenhill kennen, werden in ihm einen religiösen Spezialisten wiedererkennen, den Mann, den Gott gesandt hat, nicht um die herkömmliche Arbeit der Gemeinde weiter zu führen, sondern um die Baalspriester auf ihrem eigenen Berggipfel zu besiegen, um den sorglosen Priester am Altar zu beschämen, um dem falschen Propheten gegenüberzustehen und das von ihm in die Irre geführte Volk zu warnen.

Ein solcher Mann ist kein bequemer Weggefährte.  Er ist nicht der professionelle Evangelist, der die aufgeladene Versammlung verlässt, sobald sie beendet ist, um zum teuersten Restaurant zu eilen, wo er mit seinen Gefolgsleuten ein Fest feiert und Witze erzählt.  Solche Evangelisten werden diesen Mann als peinlich empfinden, weil er das Drängen des Heiligen Geistes nicht wie einen Wasserhahn zudrehen kann.  Er besteht darauf, überall und zu jeder Zeit ein Christ zu sein.  Allein schon das zeichnet ihn aus, anders zu sein."

1989 lernte ich Leonard zum ersten Mal kennen, als er zweiundachtzig Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen war.  Auf den ersten Blick hätte ich nicht gedacht, dass Gott diesen gebrechlichen, weißhaarigen Mann noch gebrauchen könnte.  Er lief langsam und unsicher, und manchmal brauchte er beim Hinsetzen und wieder Aufstehen Hilfe.  Doch sobald er den Mund öffnete, wusste ich sofort, dass mich der erste Eindruck getäuscht hatte.  Mit zweiundachtzig Jahren sprach Leonard immer noch feurig und mit Überzeugung, und es war mir, als ob seine Augen meine Seele durchdringen würden.

In den letzten Jahren seines Lebens leitete Leonard ein wöchentliches (später monatliches) Gebetstreffen, das hauptsächlich von Pastoren und Evangelisten besucht wurde.  Einige dieser Männer reisten vier Stunden hin und zurück, um diesen Gebetsversammlungen beizuwohnen.  Ich besuchte jene Gebetstreffen von 1989 an bis sie im Sommer 1994 - wenige Monate vor Leonards Tod- ein Ende fanden.  In den Jahren, die ich dort verbrachte, verließ ich die Gebetsversammlungen kein einziges Mal, ohne von dem, was Leonard gesagt hatte, im tiefsten Inneren herausgefordert worden zu sein.

Eine der Begabungen Leonards war seine Fähigkeit, tief blickende, geistliche Grundsätze - während er sprach - zu kreieren.  Das waren kurze, einprägsame Bemerkungen über Gott, die Gemeinde und die Welt.  Ich nahm in jene Zusammenkünfte immer ein Schreibheft mit, worin ich mir einige seiner Aussprüche aufschreiben konnte.  Hier folgen einige der geistlichen Einblicke Leonards aus jenen Versammlungen:

"Ein populärer Evangelist erreicht deine Gefühle.  Ein wahrer Prophet trifft dein Gewissen."

"Die letzten Worte Jesu an die Gemeinde (in der Offenbarung) waren 'Tut Buße'."

"Ein wahrer Hirte führt auf dem Weg.  Er zeigt ihn nicht nur."

"Für ein Feuer braucht man niemals Werbung machen.  Wenn es brennt, kommt jeder gerannt.  Ebenso ist es mit deiner Gemeinde; wenn sie brennt, brauchst du keine Werbung für sie machen.  Ihre Umgebung wird es bereits wissen."

"Deine Lehre kann so gerade wie ein Gewehrlauf sein - und ebenso hohl!"

"Johannes der Täufer hat nie ein Wunder gewirkt.  Dennoch war er größer als alle alttestamentlichen Propheten."

"Ich bezweifle, dass mehr als zwei Prozent aller bekennenden Christen in den Vereinigten Staaten wirklich wiedergeboren sind."

"Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.  Er vertilgt Stolz, Begierde, Materialismus und sonstige Sünden."

[Bezüglich der Dunkelheit, die den Großteil der Christenheit eingehüllt hat:]
"Wenn du in einem dunklen Raum sitzt, kannst du entweder die Dunkelheit verfluchen - oder eine Kerze anzünden."

"Kinder können dir sagen, was auf Kanal 7 läuft, aber nicht was in Matthäus 7 steht."

"Manche Frauen benötigen eine halbe bis eine Stunde, um sich äußerlich für den Gottesdienstbesuch herzurichten (Kleidung, Makeup, usw.).  Was würde geschehen, wenn wir die gleiche Zeit aufwenden würden, um uns innerlich für den Gottesdienst vorzubereiten - durch Gebet und Andacht?"

"Reife kommt durch Gehorsam, nicht notwendigerweise mit dem Alter."

"Was nützt es, am Sonntag in Zungen zu sprechen, wenn du deine Zunge die ganze Woche zum Fluchen und Klatschen benützt hast?""Würden wir unsere Töchter für Sex zur Verfügung stellen, wenn es dem Wohl unseres Landes diente?  Jedoch senden wir unsere Söhne aus, um zu töten, weil wir meinen, es diene dem Wohl unseres Landes!"

"Du kannst nur dann sagen, 'Alles, was ich brauche, ist Christus,' wenn Christus alles ist, was du hast."

"Die Bibel ist entweder absolut oder obsolet."

"Warum erwarten wir in dieser Welt, besser behandelt zu werden als Jesus?"

"Die heutige Gemeinde will der Verantwortung entrückt werden."

"Zeugnisse sind wunderbar.  Aber oft passen unsere Leben nicht dazu."

[Bezüglich einer der neuen "Bewegungen" in der Gemeinde, die Unruhe unter den Christen verursacht hat:]  "Eine Stadt gerät auch in Bewegung, wenn der Zirkus kommt."

"Mein Hauptziel im Leben ist es, auf des Teufels Liste der meist Gesuchten zu stehen."

"Man entwickelt keinen Charakter durch das Lesen von Büchern, sondern durch den Konflikt."

"Wenn etwas in der Bibel steht, was den Gemeinden nicht gefällt, wird es 'Gesetzlichkeit' genannt."

"Wir können Gott nicht 'in Vertretung' dienen."

"Wir müssen das für Gott tun, was wir können, bevor Er uns die Kraft gibt, das zu tun, was wir nicht können."

"Es ist ein Unterschied, ob man seine Meinung ändert oder sein Leben."

"Unsere heutigen Bibelschulen bringen lebendige Tote hervor."

"Wie kannst du die Festungen des Satans zerstören, wenn du nicht einmal die Kraft hast, deinen Fernseher auszuschalten?"

"Jeder erkennt, dass Stephanus voll Geistes war, als er Wunder wirkte.  Er war jedoch genauso voll Geistes, während er zu Tode gesteinigt wurde."

"Wenn einem Christen in der Welt keine Trübsal widerfährt, dann stimmt etwas nicht!"

"[Wegen des Fixiertseins der heutigen Gemeinde auf Zahlen bzw. Wachstum um jeden Preis:] 

"Die Gemeinde hat einen furchtbaren Preis für Statistiken gezahlt!"

"Jede Art der Evangelisation funktioniert - wenn Gott dabei ist."

"Die Einheit der Gemeinde wächst aus der Demut ihrer Glieder."

"Die Lehrsätze können alle korrekt sein - und doch erfährt man nicht die Gegenwart Gottes."

"Viele Pastoren kritisieren mich dafür, dass ich das Evangelium so ernst nehme.  Doch glauben sie wirklich, dass Christus mich am Jüngsten Gericht zurechtweisen und sagen wird, 'Leonard, du hast Mich zu ernst genommen'?"

"Wenn Jesus die gleiche Botschaft gepredigt hätte, die von den Pastoren heute gebracht wird, wäre Er nie gekreuzigt worden."

"Du kannst viel über das Sühneopfer Jesu wissen - ohne davon zu profitieren."

"Wenn die ganze Gemeinde der Täuschung anheimfällt, ist dies keinesfalls eine Entschuldigung für uns, Christus nicht nachzufolgen."

 

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Leonard Ravenhill. 20% reduziert! Ravenhill schreibt:  "Nach einem halben Jahrhundert des Bittens, Betens, Predigens und Schreibens haben wir noch immer keine wahre Erweckung erlebt.  Wir leben in einer Generation, die eine Erweckung auf Gottes Weise nie kennen gelernt hat."  Selbst ein wahrer Gebetskämpfer, betont Ravenhill in diesem Buch auf besondere Weise die entscheidende Rolle, die das Gebet in einer geistlichen Erweckung spielt.
159 Seiten.  Taschenbuch.

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