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Justin der MÄrtyrer

Ein Philosoph, der Evangelist wurde (ca. 100 - 165 n. Chr.)

Wenige Jahrzehnte nach dem Tod des Apostels Johannes brach ein junger Philosoph namens Justin zu einer geistlichen Reise auf, um Wahrheit zu finden.  Eines Tages, unterwegs zu der Stelle auf einem entlegenen Feld mit Ausblick auf das Mittelmeer, wo er gewöhnlich meditierte, bemerkte er einen alten Mann, der in einigem Abstand hinter ihm herlief.  Da er allein gelassen werden wollte, wandte er sich zu dem älteren Mann um und blickte ihn verärgert an.  Der alte Mann jedoch, der, wie sich herausstellte, Christ war, fing ein Gespräch an und erfuhr dabei, dass Justin Philosoph war.  Dann begann er, Justin einige tiefe und  forschende Fragen zu stellen, um ihm zu helfen, die Unzulänglichkeiten der menschlichen Philosophie zu erkennen.

Justin erinnerte sich später, "Nachdem der alte Mann das und vieles andere geredet hatte, ging er mit der Aufforderung weg, dass ich über das Gesagte nachdenken solle.  Ich habe ihn seitdem nie wiedergesehen, doch eine Flamme war sofort in meiner Seele entzündet worden.  Ich wurde von einer Liebe zu den Propheten und den Freunden des Christus überwältigt.  Nach reiflicher Erwägung der Dinge, die der alte Mann gesagt hatte, kam ich zu dem Schluss, dass das Christentum die einzig wahre und wertvolle Philosophie ist."

Nachdem er Christ geworden war, trug Justin weiterhin sein Philosophengewand, um darzustellen, dass er die eine wahre Philosophie gefunden habe.  Er ist sogar zum Evangelisten besonders für heidnische Philosophen geworden.  Er stellte sich als begabter Evangelist heraus, der viele Römer, sowohl gelehrte als auch ungelehrte, zum Glauben gebracht hat.  Zu Lebzeiten des Justin war das Christentum eine gesetzlich verbotene Religion.  Justin wusste jedoch, dass ein Großteil der Verfolgung der Christen auf Grund falscher Gerüchte entstand.  Er meinte, dass, wenn die Regierung die Wahrheit über die Christen wüsste, sie die heftige Verfolgung derselben einstellen würde.  Deshalb, sein eigenes Leben riskierend, schrieb Justin ein apologetisches Werk und richtete dieses an den Kaiser Antoninus Pius.

Letzten Endes hat ihn jedoch sein Zeugnis für Christus das Leben gekostet.  Eine Gruppe Philosophen, die sich gegen Justin verschworen hatten, ließen ihn verhaften und zum Tode verurteilen.  Da er lieber starb als Christus zu verleugnen, wurde er um ca. 165 n. Chr. hingerichtet.  Nach seinem Tod wurde er als Justin der Märtyrer bekannt.

Abgesehen von den inspirierten Schriften des Neuen Testaments ist die Erste Apologie des Justin vielleicht das wertvollste Werk des frühen Christentums.  Es liefert detaillierte Beschreibungen eines Gottesdienstes, einer Taufe und des Abendmahls.  Die Beschreibungen sind mit die frühesten, die wir haben.  Der Wert dieser Apologie wird durch die Tatsache erhöht, dass sie nicht von irgendeinem "Kirchenvater" geschrieben wurde, der versucht hat, der Gemeinde zu sagen, was sie lehren und wie sie Gottesdienste halten solle.  Vielmehr wurde sie einfach von einem Evangelisten geschrieben, der den Römern zu erklären versuchte, was Christen glauben und wie sie ihre Versammlungen abhalten.  Durch das ganze Werk hindurch wiederholt Justin die Redewendung "Wir haben es gelehrt bekommen, ..."  Nicht er war der Lehrer; er hat einfach mitgeteilt, was er selbst und andere Christen gelernt hatten.

Die Schriftkenntnis des Justin

Das besonders Beeindruckende an Justin ist seine gründliche Kenntnis der Heiligen Schrift.  Allein in seiner Ersten Apologie zitiert Justin mehr als 155 Stellen aus der Bibel.  Das mag nicht besonders bemerkenswert scheinen; es ist jedoch so, dass er ausschließlich aus dem Gedächtnis zitiert.  Seine Kenntnis der Schrift ist fast unglaublich.  In seiner Apologie zitiert er fließend eine alttestamentliche Weissagung nach der anderen.  Obwohl er aus dem Gedächtnis schreibt, ordnet er diese Prophezeiungen fast immer der richtigen Person zu.  Viele seiner Zitate entsprechen fast wortwörtlich dem Text der griechischen Septuaginta, der von den frühen Christen benutzten Standard-Übersetzung.

Natürlich, da er gänzlich aus dem Gedächtnis wiedergab, hat Justin gelegentlich irgendeine Stelle dem falschen Propheten zugeordnet oder einen kleinen historischen Fehler gemacht.  Zum Beispiel spricht er von Jitro als vom Onkel des Mose, anstatt als vom Schwiegervater.  Doch solche Fehler kommen erstaunlich selten vor.

Philosophie und der Logos

Um die Schriften des Justin wirklich schätzen zu können, muss der Leser die Bedeutung von zwei griechischen Wörtern, die er immer wieder in all seinen Werken benutzt, verstehen:  philosophia und logosPhilosophia (Philosophie) bedeutet einfach "Liebe zur Weisheit."  Das heißt, wenn Justin den Herrschern sagt, dass sie eine Entscheidung auf Grund von Philosophie treffen sollen, spricht er nicht von irgendeiner Schule des Denkens.  Vielmehr meint er, dass die Entscheidung der Herrscher über die Christen auf Liebe zur Weisheit basieren soll, nicht auf Gerüchten oder auf Angst vor dem Pöbel.

Justin benutzt häufig auch das Wort Logos.  Die neutestamentlichen Schreiber bedienten sich dieses Wortes sehr oft.  Zum Beispiel eröffnet der Apostel Johannes sein Evangelium mit den bekannten Worten:  "Im Anfang war das Wort [Logos], und das Wort [Logos] war bei Gott, und das Wort [Logos] war Gott." (Joh 1,1)  Obwohl unsere englischen [und deutschen] Bibeln das Wort logos normalerweise mit dem Begriff "Wort" übersetzen, bedeutet logos ebenfalls "Verstand."  Wenn Johannes schreibt, dass Jesus der Logos Gottes war, so haben die meisten seiner Leser ihn so verstanden, dass er sagt, Jesus ist der Verstand Gottes.  Mit anderen Worten, Jesus ist die Verkörperung der alles erforschenden, rationalen Kraft Gottes.

Die frühen Christen haben erkannt, dass Gott die Quelle allen Verstandes und aller Erkenntnis ist.  Deshalb glaubten sie, dass jeder verständige Mensch dem Verstand (Logos) Gottes würde dienen wollen.  Justin betont diese These durch seine ganze Erste Apologie hindurch.  Wie so viele andere der frühen Christen, sah Justin keinen Widerspruch zwischen dem Verstand und seiner Religion.  Für ihn waren die zwei unzertrennlich

Mit den Schriften des Justin vertraut werden

Um sich mit den Werken des Justin vertraut zu machen, empfehlen wir, dass man seine Erste Apologie liest.  Zu diesem Zweck haben wir eine leicht lesbare, in heutigem Englisch geschriebene Übersetzung seiner Ersten Apologie in unserem Buch mit dem Titel We Don't Speak Great Things--We Live Them (dt., Wir Sagen nicht Große Dinge -- Wir Leben Sie).  Um das Werk des Justin noch leserfreundlicher zu gestalten, haben wir die verschiedenen Absätze seines Werkes so aneinander gereiht, dass sie sich in einer systematischen und logischen Reihenfolge befinden.  (Wie die meisten griechischen Schreiber, wechselt Justin nach Belieben hin und her.)

© Scroll Publishing Co.



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