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Die Kopfbedeckung oder Gebetsschleier

1 Korinther 11,1-16

Was hat Paulus gemeint, als er schrieb, "Jeder Mann, der betet oder weissagt und (dabei etwas) auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt. Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene." (1 Kor 11,4-5)

Hat er über langes und kurzes Haar gesprochen? Hat er etwa eine Eigenart der korinthischen Kultur angesprochen? Wir müssen nicht über diese Sache mutmaßen, denn die historischen Zeugnisse sind eindeutig und klar.

Der historische Bericht zeigt, dass all die frühen Gemeinden Paulus so verstanden, dass er von einem Schleier aus Stoff gesprochen hat, nicht von langem Haar.  Das einzige, was einigen frühen Christen nicht klar war, ist die Frage, ob die Anweisungen des Paulus für alle Frauen gegolten haben oder nur für verheiratete Frauen.  Der Grund dafür ist, dass das von Paulus gebrauchte griechische Wort gyne sowohl "eine Frau" als auch "eine verheiratete Frau" bedeuten kann.

Um das Jahr 200 n. Chr. hat Tertullian in Karthago, Nordafrika, eine Schrift mit dem Titel verfasst, "Über die Verschleierung der Jungfrauen".  Tertullian argumentiert, dass die Schriftstelle für alle volljährigen Frauen gilt - nicht nur für verheiratete Frauen.  Die persönliche Meinung von Tertullian interessiert uns natürlich wenig.  Aber was dieses sein Werk so wertvoll macht ist die Tatsache, dass er die Praxis von verschiedenen Gemeinden in verschiedenen Teilen der Welt mit einbezieht.  Hier einige Kernaussagen aus seinem Werk:

Ich ermahne auch euch, die zweite Gruppe von Frauen, die Verheirateten, dass ihr nicht aus der Disziplin des Schleiers herauswachst.  Nicht einmal für einen Augenblick.  Da ihr das Tragen des Schleiers nicht vermeiden könnt, sollt ihr auch keinen anderen Weg suchen, ihn zu umgehen.  Das heißt, indem ihr weder völlig verschleiert noch entblößt herumlauft.  Denn einige Frauen verschleiern den Kopf nicht, sondern umbinden ihn mit einem Turban oder Wollschal.  Es ist wahr, dass sie vorne beschützt sind.  Aber dort, wo der Kopf eigentlich sitzt, sind sie entblößt.

Andere bedecken nur die Stelle um den Scheitel mit kleinen leinenen Hauben, die nicht einmal bis zu den Ohren reichen...  Sie sollen wissen, dass der ganze Kopf die Frau ausmacht.  Sein Bereich und seine Grenzen reichen bis zu der Stelle, wo das Gewand anfängt.  Der Bereich des Schleiers erstreckt sich genauso weit wie der Raum, der vom Haar bedeckt wird, wenn es gelöst wird.  Auf diese Weise wird auch der Nacken bedeckt.

Die heidnischen Frauen aus Arabien werden eure Richterinnen sein.  Denn sie bedecken nicht nur das Haupt, sondern auch das Gesicht...  Aber welch schwere Strafe werden die ebenfalls verdienen, die sogar während der Vorlesung der Psalmen oder der Erwähnung des Namens Gottes unbedeckt bleiben?  Denn selbst wenn sie sich zum Gebet anschicken, legen sie lediglich eine Franse oder Schnipsel aus Stoff, oder irgendein Gewebe, oben auf ihren Kopf.  Und sie denken, dass sie dadurch bedeckt sind!

Weiter oben in seiner Schrift bezeugte Tertullian, dass die von den Aposteln gegründeten Gemeinden darauf bestanden, dass sowohl die verheirateten Frauen als auch die Jungfrauen verschleiert seien:

In ganz Griechenland, und in etlichen seiner barbarischen Provinzen, lässt die Mehrheit der Gemeinden ihre Jungfrauen verschleiern.  Diese Praxis wird sogar an etlichen Orten unter unserem afrikanischen Himmel befolgt.  Daher soll niemand diese Praxis lediglich dem heidnischen Brauchtum der Griechen oder Barbaren zuschreiben.

Darüber hinaus will ich als Vorbilder jene Gemeinden, die von Aposteln oder von apostolischen Männern gegründet wurden, hervorheben.  . . .  Die Korinther selbst haben ihn so verstanden, dass er in diesem Sinne spricht.  Denn bis zum heutigen Tag verschleiern die Korinther ihre Jungfrauen.  Was die Apostel lehrten, haben die Jünger der Apostel bestätigt.  [Tertullian, The Veiling of Virgins, The Ante-Nicene Fathers, (dt., Über die Verschleierung der Jungfrauen, die Vor-Nicänischen Väter), Band 4, Seiten 27-29,33]

Klemens von Alexandria, ein Ältester, der um das Jahr 190 n. Chr. aus Ägypten geschrieben hat, gab folgenden Rat:

"Die Frau beachte darüber hinaus Folgendes;  sie werde ganz bedeckt, es sei denn sie sei gerade zu Hause.  Denn dieser Kleidungsstil ist ernst zu nehmen, und schützt vor neugierigen Blicken.  Und sie wird niemals fallen, die Keuschheit vor Augen hat, samt dem Schal, noch wird sie einen anderen durch Entblößen ihres Gesichts zur Sünde verführen.  Denn so ist der Wunsch des Wortes, da es für sie geziemend ist, verschleiert zu beten." [Klemens,  Paidagogos 3,12]

Hippolytus, ein Leiter der Gemeinde in Rom um das Jahr 200 n. Chr., schrieb eine Zusammenfassung der verschiedenen Bräuche und Praxen der vorangegangenen Generationen in dieser Gemeinde.  Seine Apostolic Tradition (dt., Apostolische Tradition) enthält folgende Aussage:

Und es sollen alle Frauen ihre Häupter mit einem undurchsichtigen Stoff bedecken, nicht mit einem Schleier aus dünnem Leinen, denn dies ist keine echte Kopfbedeckung. [Hippolytus, Apostolic Tradition]

Zusammenfassend kann man sagen, die frühen Christen praktizierten genau das, was 1 Kor 11 sagt:  Männer beteten mit unverhülltem Haupt.  Frauen beteten mit verschleiertem Haupt.  Niemand zog es in Zweifel - egal wo sie gelebt haben - in Europa, im Nahen Osten, in Nordafrika, oder im Fernen Osten.

Dieses schriftliche Zeugnis über die Vorgehensweise der frühen Christen wird von den archäologischen Funden bestätigt.  Die Bilder, die wir aus dem zweiten und dritten Jahrhundert haben, die aus den Katakomben oder anderen Orten stammen, zeigen christliche Frauen, wie sie mit einem Schleier aus Stoff auf dem Kopf beten.  Einige dieser Bilder werden unten gezeigt.

Das historische Zeugnis ist also kristallklar.  Es zeigt, wie die frühe Generation von Gläubigen die Kopfbedeckung verstanden hat - als einen Schleier aus Stoff, nicht langes Haar.  Und aus Tertullian kann man entnehmen, dass selbst solche Frauen, die die Lehre des Paulus nicht beachten wollten, nicht behauptet haben, dass Paulus von langem Haar gesprochen hat.  Vielmehr haben sie lediglich ein kleines Stück Stoff aufgesetzt, um einen minimalen Gehorsam gegenüber seinen Anweisungen zu leisten.  Niemand in der frühen Gemeinde hat behauptet, dass die Anweisungen des Paulus nur ein Zugeständnis an die griechische Kultur wären.  Niemand hat behauptet, dass sie irgendetwas mit Prostituierten oder heidnischen Priesterinnen zu tun hätten.  Solche Behauptungen sind nur Erfindungen der modernen Gemeinde.

Für weitere Bilder der christlichen Kopfbedeckung durch die Jahrhunderte, schauen Sie bitte unsere Seite 'Sittsame Kleidung durch die Jahrhunderte' an.

Für weitere Informationen über die Kopfbedeckung oder Gebetsschleier der christlichen Frau, empfehlen wir folgende Publikationen:

 



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